Einverständnis, bitte!

April 23rd, 2008 | Benjamin | Englisch

Letzten Dienstag (also nicht gestern, sondern den vor einer Woche) begab es sich, dass meine Wenigkeit zusammen mit dem Rest des Englisch-Leistungskurses eine Klausur schreiben musste. Allerdings nicht ohne anfängliche Komplikationen, denn ein gewisser Schüler namens Peter (Name vom Verfasser geändert) hatte statt eines blauen Oxford-Wörterbuches ein gelbes dabei. Eins von Langenscheidt. Dumm nur, dass das nicht Englisch-Englisch war, sondern Englisch-Deutsch. Und das ist verboten.

Nun, meine Lehrerin hat das ein paar Minuten nach dem Beginn der Klausur entdeckt und war erst mal, nun, etwas baff. Selbst nach einem “Verhör” vor der staunenden Menge (na gut, es war mehr ein “zwischen” den Anderen) kapierte besagter Schüler offensichtlich nicht, wieso Frau Szczepaniak nicht besonders begeistert vom Vorhandensein eines nicht zugelassenen Hilfsmittels war.

Eigentlich muss sowas bei uns in Bay… äh, Franken dann als Unterschleif gewertet werden, aber das geschah nicht, weil Peter noch nicht bei der Übersetzung angelangt war und man ihm auch nicht wirklich einen willentlichen Betrug vorwerfen konnte, weil er halt doch ein, na, Duddnmichl ist (Wort geklaut von Afrin. Wo es der herhat… keine Ahnung. Vielleicht selbst erfunden oder vom Fränk). Naja, er durfte sich dann halt einen Oxford aus dem Lehrerzimmer grabschen und damit weiterschreiben.

Unsere Lehrerin indes ist nicht allzu erfreut über die Situation, denn eigentlich dürfte sie das nicht so machen. Wir allerdings haben jetzt eine Einverständniserklärung angefertigt, die es Peter erlauben wird, eine vernünftige Note (sprich: besser als 0 Punkte) zu bekommen, hat er doch im letzten Halbjahr nicht sonderlich gut abgeschnitten.

Zwei Unterschriften fehlen noch, aber dann ist alles in Butter, denke ich. Ich jedenfalls habe keine Lust, die Klausur nochmal schreiben zu müssen. Und das, obwohl ich in der Übersetzung mal wieder drei Worte vergessen habe. Grr.

Ach, und Mathe habe ich wieder mal mit einem dicken Fragezeichen auf dem Gesicht hinter mir gelassen.


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